Verkehr

„Wir sorgen für einen attraktiven und günstigen ÖPNV“

Für einen zeitgemäßen Öffentlichen Personennahverkehr
  • Stadtbahn als Ring-Linie mit einer Donauquerung
  • Ab 2022 Stadtticket für 1,00 EUR
  • Langfristiges Ziel: Kostenfreier und fahrscheinloser ÖPNV in Ingolstadt
  • Errichtung von Park-and-Ride-Stellflächen an den Stadtgrenzen in Kooperation mit Nachbarkommunen
  • 15-Minuten-Taktung im Stadtgebiet auf allen Linien
  • Einführung von Tangenten und Ringlinien im INVG-Netz
  • Modernisierung der Busflotte durch den Erwerb von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat Ingolstadt Nachholbedarf. Um diesen Nachholbedarf zu analysieren, orientieren wir uns an Kommunen, die erfolgreich einen attraktiven ÖPNV in ihrer Stadt aufgebaut haben, wie zum Beispiel Innsbruck. Die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft (INVG) bedarf einer Neuausrichtung in vielerlei Hinsicht.

Mittelfristig wird der ÖPNV in Ingolstadt um eine Stadtbahn ergänzt. Daher werden wir uns dafür einsetzen, dass ab Mitte 2020 geprüft wird, wie eine Ringbahn für Ingolstadt wirtschaftlich vernünftig geplant werden kann. Dazu gehört für uns auch ein Park-and-Ride-System an den Stadtgrenzen in Kooperation mit den Nachbarkommunen zu schaffen, um die Benutzung der Stadtbahn möglichst attraktiv auch für Menschen aus der Region zu machen.

Das bestehende Bus-Angebot der INVG bedarf einer deutlichen Attraktivitätssteigerung in vielerlei Hinsicht: Ab 2022 werden wir in Ingolstadt ein Stadtticket für 1,00 EUR am Tag einführen. Im Regionalen Verkehrsverbund werden wir darüber hinaus den Vorschlag machen, zur selben Zeit ein Regionalticket für täglich 2,00 EUR einzuführen. Das gesamte Netz der INVG werden wir von Experten überarbeiten lassen und durch ein „Spinnennetz-System“ mit Tangenten und Ringlinien sinnvoll ergänzen. So wird tagsüber auch die Taktung auf allen Linien der INVG auf einen 15-Minuten-Takt umgestellt. Bei den Investitionen werden wir einen radikalen Wandel der Beschaffungspolitik der INVG umsetzen und ab 2021 auch Elektrobusse anschaffen.

Ebenso unterstützen wir die Idee einer Seilbahn und die Einführung von Ruf-Bussen zur Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs in unserer Stadt.


„Wir werden ein Radwegenetz und Vorrangrouten schaffen, die diesen Namen verdienen“

Radfahrer und Fußgänger
  • Echte Vorrangrouten für Radfahrer
  • Nutzung von Studien der THI-Forschung zur Mobilität
  • Kreuzungsfreie Fahrradschnellwege
  • Schaffung ausreichender Stellflächen und Fahrradboxen im gesamten Stadtgebiet
  • Barrierefreie Gehbereiche für Fußgänger
  • Ausbau kommunaler Verkehrsüberwachung

Der Verkehrsentwicklungsplan 2025, mit dem sich Stadtrat und Bürgerinnen und Bürger in den Jahren 2015 bis 2017 intensiv beschäftigt haben, setzt viele wichtige Impulse. Besonders für Radfahrer und Fußgänger müssen diese Impulse jetzt zeitnah umgesetzt und weiterentwickelt werden.

Das geht uns noch zu langsam und wir werden daher ein Geh- und Radwegeprogramm aufsetzen, um im Interesse der Radfahrer und Fußgänger endlich „Fahrt aufzunehmen“.

Dazu gehört auch die Schaffung ausreichend sicherer und geschützter Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Pedelecs und Elektroräder – zum Beispiel werden wir am Hauptbahnhof und am Nordbahnhof einen deutlichen Zuwachs an Abstellmöglichkeiten auch in sogenannten Fahrradboxen schaffen.

Vorrangrouten bedeuten Vorrang für Radfahrer – wir werden dafür sorgen, dass dieser Vorrang für die Radfahrer auch erlebbar wird und nicht nur auf dem Papier steht. Ebenso werden wir zwei dieser Vorrangrouten zu sogenannten Fahrradschnellwegen aufwerten, auf denen Radfahrer kreuzungsfrei und ohne Wartezeiten an Kreuzungen und Ampelanlagen zu ihren Zielen kommen. Welche Vorrangrouten im Stadtgebiet diese Aufwertung erfahren, wird das neue Gutachten zum Radverkehr zeigen.

Für die Fußgänger werden wir ebenso eine Verbesserung der Situation erreichen. Wir werden dazu mehr Querungshilfen über vielbefahrene Straßen durch neue Ampelanlagen und weitere Unterführungen oder Überquerungen, ähnlich dem Steg über die Westliche Ringstraße, errichten. Dazu gehört auch, dass die Zeiten zur Querung für Fußgänger an großen Kreuzungen bei Bedarf verlängert werden, um allen Menschen das gefahrlose Überqueren der Straße während der Grünphase zu ermöglichen.

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