Stadtentwicklung, Wirtschaft und Innenstadt

„Wir werden unsere Stadt nicht nach den Kriterien der Investoren weiterentwickeln, sondern nach den Bedürfnissen der Menschen“

Stadtentwicklung sucht Chancen
  • Gesamtkonzept für Weiterentwicklung des Flächennutzungsplans
  • Schließen von Baulücken vor der Ausweisung neuer Wohngebiete – Vollendung des Baulückenkatasters
  • Weiterentwicklung des Hochhauskonzepts
  • Keine Genehmigung für weitere großflächige Einzelhandelsbetriebe am Stadtrand

Wir werden zu Beginn der neuen Wahlperiode mit dem gesamten Stadtrat eine neue Strategie für die Stadtplanung entwickeln und für eine Fortschreibung des Flächennutzungsplans sorgen. Dabei gilt für uns ganz klar, dass die Schließung von Baulücken in bereits vorhandenen Wohngebieten vorzuziehen ist. Die Ausweisung neuer Baugebiete muss auf ein Mindestmaß beschränkt werden, um eine weitere Versiegelung von Naturflächen zu vermeiden. Der 2. Grünring ist für uns bei der Entwicklung neuer Bauflächen tabu. 

Sollten beim Bau des Kongresszentrums weitere Verzögerungen entstehen, werden wir dafür plädieren, das Projekt neu zu planen, um das Gießereigelände ausschließlich für die Technische Hochschule und das Digitale Gründerzentrum zu nutzen. Ein Kongresszentrum kann auch an anderer Stelle in unserer Stadt entstehen. 

Der fortgeschriebene Einzelhandelsentwicklungsplan wird zukünftig strikt beachtet. Die Ausweisung weiterer großflächiger Einzelhandelsgebiete am Stadtrand lehnen wir ab, um weitere Konkurrenz für die Innenstadt zu vermeiden. 

„Wir werden die Wirtschaftsstruktur unserer Region auf eine breitere Basis stellen, die Chancen für unsere Stadt nutzen und auch die Risiken eines schnellen und ungesunden Wachstums ernstnehmen“

Wirtschaft
  • Monostruktur der Stadt Ingolstadt aktiv entgegenwirken
  • IN-Campus für Forschung in den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie und Traditionelle Chinesische Medizin nutzen
  • Kleine und mittlere Unternehmen stärker fördern und zur Ansiedlung einladen
  • Rückkauf der Stadtwerke-Anteile
  • Schuldenabbau bei städtischen Töchtern 

Die vorausschauende und weitsichtige Planung einer vielfältigen Wirtschaft ist Voraussetzung, die Monostruktur in der Stadt aufzubrechen. Automobil- und Zulieferindustrie erwirtschaften weit mehr als 50 % der gesamten Wirtschaftsleistung in unserer Stadt und mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze hängt zurzeit direkt oder indirekt an der Automobilproduktion. Die Wirtschaftspolitik unserer Stadt hat seit Jahrzehnten eine viel zu einseitige Monostruktur geschaffen. 

Das Kommunalunternehmen IFG, eine Tochter der Stadt Ingolstadt, ist immer noch hoch verschuldet. Dieses Unternehmen lenkte in den letzten beiden Jahrzehnten einen Großteil aller Investitionen in die Förderung des Automobilbaus. Die dabei auf Seiten der IFG entstandenen Schulden sind bei Weitem nicht so „rentierlich“, wie es jahrelang immer behauptet wurde. Im Rahmen des Beteiligungsmanagements werden wir darauf achten, dass neue Investitionen der IFG nicht ausschließlich für die Förderung des Automobilsektors verwendet werden.

Wir werden in der Wirtschaftsförderung auf einen ausgewogenen Branchenmix achten und ebenso die Stärkung des Handwerks und aller Klein- und Mittelstandsunternehmen in unserer Stadt in den Fokus rücken. Hierzu gehört auch ein schneller und stetiger Ausbau des Glasfasernetzes, um den Anschluss für alle Unternehmen und Gewerbetreibenden an erforderliche Standards zu gewährleisten.

Wir werden die Berichtspflichten der städtischen Unternehmen im Stadtrat ausbauen und für mehr Transparenz sorgen.

Sämtliche städtische Investitionen müssen für alle Bürger wieder transparent und nachvollziehbar werden. Die technische Hochschule sowie das neue Digitale Gründerzentrum vermitteln jungen Menschen Wissen und ermöglichen ihnen, sich selbst unternehmerisch zu betätigen, um die Zukunft aktiv mitzugestalten. Wir benötigen weitere Flächen für den Ausbau der Hochschule.

Wir werden dafür Sorge tragen, dass Stadtverwaltung und IFG ortsansässigen Unternehmen ausreichende Möglichkeiten bietet, Expansionspläne vor Ort zu verwirklichen und somit die Arbeitsplätze in der Stadt zu halten. Umso wichtiger ist dies bei Unternehmen, deren Geschäftsfeld die wirtschaftliche Monostruktur aufbricht. Darüber hinaus werden dadurch wichtige Steuereinnahmen gesichert. 

Wir gehen einen neuen Weg für unsere Stadt: Weg vom Bürgerkonzern – hin zur Bürgerstadt.

„Wir werden die Innenstadt durch EIN GEMEINSAMES Vorgehen mit Eigentümern und Betreibern positiv entwickeln“

Stadtentwicklung sucht Chancen für die Innenstadt
  • Aufwertung der Innenstadt durch Umgestaltung entlang der Harderstraße
  • Aufwertung des Viktualienmarkts und Errichtung einer Markthalle
  • Verlängerung der Fußgängerzone in der Theresienstraße bis zur Poppenstraße
  • Verbannung des Autoverkehrs aus der Innenstadt mit Pollern und anderen verkehrsberuhigenden Maßnahmen
  • Überbauung des ZOB und Nutzung des Gebäudes als City-Park und neues fünftes Rathaus
  • Einhausung der Schloßlände – Donauufer bei den Kammerspielen als neue Donauterrassen 

Die Attraktivität der Innenstadt ist stark geprägt von historischer Bausubstanz. Unsere historische Altstadt ist das Herz von Ingolstadt, Ausdruck unserer Geschichte und ein Ort der Identifikation.

Unser Ziel ist es, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um die Innenstadt neu zu beleben. Eine funktionierende Innenstadt lebt von vielseitigem Einzelhandel, attraktiver Gastronomie und einem ansprechenden Kulturangebot. Wir werden einen runden Tisch mit den Immobilieneigentümern, Investoren, Geschäftsleuten und Vermietern einsetzen, der regelmäßig die Entwicklung analysiert und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt. Ein aktives Leerstandsmanagement wird installiert.

Eine nächtliche Pollerlösung zur Vermeidung des überflüssigen Flanier- und Durchgangsverkehrs im Umfeld des Kreuztors und in der Innenstadt ist überfällig.

Die Situation rund um den Viktualienmarkt werden wir deutlich verbessern. In der Innenstadt wird der Bau einer Markthalle vorangetrieben. 

Eine fortschrittliche Stadt braucht neben neuen Einzelhandelskonzepten auch neue Belieferungskonzepte in der Innenstadt. Daher werden wir für die Innenstadt die Initiative für ein modernes und umweltschonendes Belieferungskonzept starten. Für die Besucher und Kunden der Innenstadt werden wir an verschiedenen Stellen weitere Schließfächer errichten, um den Aufenthalt noch attraktiver zu machen.

Die Donau werden wir im Rahmen des Baus der Kammerspiele für die Menschen erlebbar machen, indem die Schloßlände so weit wie möglich eingehaust wird. Die dadurch entstehenden Donau- und Theaterterrassen werden wir für Kultur, Gastronomie und Freizeit nutzbar machen.

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