Erholungsgebiet statt Tiermastbetrieb

Die BGI-Fraktion fordert, das Bauvorhaben eines Wohnhauses und eines Kälberstalls in Gerolfing abzulehnen

In der Wolfsgartenstraße in Gerolfing sollen gegenüber des Sportgeländes des FC Gerolfing ein Wohnhaus und ein Kälberstall errichtet werden. Laut Flächennutzungsplan ist dieses Grundstück jedoch als „landwirtschaftliche Fläche, zusätzlich geeignet für die Förderung von Maßnahmen der Landschaftspflege und Erholungsvorsorge“ gekennzeichnet.

Die BGI-Fraktion lehnt daher das Bauvorhaben ab, da die Fläche der Allgemeinheit und nicht einem einzelnen Bürger zur Verfügung gestellt werden sollte. „Schon seit Jahren plant der FC Gerolfing, sein Sportgelände zu erweitern. Gerade an dieser Stelle könnte man zusätzliche Flächen zur Erholungsvorsorge schaffen“, meint OB-Kandidat und Vorsitzender der BGI-Fraktion, Christian Lange. „Zudem markiert das Grundstück den Ortsrand von Gerolfing und sollte daher nicht weiter bebaut werden.“

Eine Tiermast in diesem hochwassergefährdeten Bereich birgt zudem nicht nur die Gefahr einer Verschmutzung des gesamten Gebietes durch verunreinigtes Wasser, auch die Tiere in diesem Betrieb wären durch ein Hochwasser gefährdet. Nicht zuletzt haben sich bei einer Mitgliederversammlung des FC Gerolfing im September fast 90 Prozent der anwesenden Mitglieder gegen dieses Bauvorhaben ausgesprochen, bei einer Bürgerversammlung im Oktober in Irgertsheim übergaben zudem betroffene Anwohner des Ortsrands von Gerolfing dem Oberbürgermeister eine Unterschriftenliste zur Ablehnung des Bauprojekts. „Aus all diesen Gründen halten wir es für falsch, das Anliegen einer einzelnen Person über die Interessen der Allgemeinheit zu stellen und werden daher beantragen, diesen Bauantrag abzulehnen“, erklärt Lange.

Login