Taten statt Tunnel-Vision

Die BGI-Fraktion fordert den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel

Wieder einmal ist die Idee eines Tunnels zwischen Neuburgerstraße und Münchnerstraße im Gespräch, auch wenn dieser Gedanke nicht neu ist und schon seit langem diskutiert wird. Grundsätzlich unterstützt die BGI-Fraktion die Prüfung dieses Vorschlags seitens der Verwaltung, gibt allerdings zu bedenken, dass die Realisierung  eines solchen Mammut-Projekts einer langen Vorlaufphase bedarf. Eine Umsetzung wird frühestens 2030 oder gar noch später in Angriff genommen werden können. Für die bestehenden Verkehrsprobleme muss aber schon jetzt eine Lösung gefunden werden.

Die Tunnel-Vision ist dafür jedenfalls nicht geeignet, daher wird die BGI-Fraktion dem Stadtrat vorschlagen, die Geschäftsführung der INVG noch in dieser Wahlperiode damit zu beauftragen, den ÖPNV in Ingolstadt durch höhere Taktungen und neue Ringlinien und Tangenten attraktiver zu machen.

„Wir müssen jetzt damit beginnen, den motorisierten Individualverkehr in Ingolstadt zu reduzieren und die Menschen dazu bewegen, auf Fahrrad und Bus umzusteigen oder zu Fuß zu gehen. Das ist die Zukunft unserer Stadt – nicht die Vision eines Tunnelbaus“, meint Christian Lange, Vorsitzender der BGI-Fraktion. „Solch ein Projekt würde mindestens 250 Millionen € kosten – eine Summe, die die Stadt ohnehin nicht mehr aufbringen kann, da sämtliche Rücklagen der Stadt in der mittelfristigen Planung bereits für Investitionen in Schulen und Kindertageseinrichtungen vorgesehen sind. Für einen Tunnel Schulden aufzunehmen, lehnen wir jedoch ab, denn für den gleichen Betrag könnte die Bezuschussung des ÖPNV mit jährlich circa 12 Millionen € über 20 Jahre gesichert werden.“

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