Absichtliche Angstmacherei?

Albert Wittmann verunsichert Ingolstadt durch fragwürdige Spekulationen

Zu den Äußerungen des Ingolstädter 2. Bürgermeisters Albert Wittmann, bei AUDI könnten 5.000 Arbeitsplätze wegfallen, erklärt Christian Lange, Vorsitzender der BGI-Fraktion:

„Es ist nicht Aufgabe eines Bürgermeisters, über die wirtschaftliche Entwicklung des wichtigsten Arbeitgebers in unserer Stadt zu spekulieren. Was also hat Bürgermeister Wittmann geritten, als er im Bayerischen Rundfunk orakelte, dass bei der Audi-Stammbelegschaft ‚rund 5.000 Arbeitsplätze‘ wegfallen könnten?

Dass einer wie unser 2. Bürgermeister, der seine Karriere in Deutschlands Kasernen gemacht hat, über die Entwicklung eines Weltkonzerns laut vor den Mikrofonen nachdenkt, obwohl er nie in einem Wirtschaftsunternehmen gearbeitet hat, lässt mich ernsthaft an seinem Willen zweifeln, von der Stadt Schaden fernzuhalten. Mit solchen Bemerkungen verunsichert er nicht nur die Audi-Belegschaft und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zulieferindustrie in Ingolstadt – nein, schlimmer noch: Er verunsichert durch seine Spekulationen die gesamte Stadtgesellschaft.

Warum macht er das? Sicherlich will er bald wieder den Druck auf die Stadtpolitik und den Stadtrat erhöhen, um angeblich dringende Sparmaßnahmen und eine erneute Haushaltssperre durchzusetzen. Das Märchen von der Gewerbesteuer-Krise hat ja auch er 2015 verbreitet und für die Erhöhung der Haushaltssperre ausgenutzt.

Mir stellt sich die Frage, ob ein Bürgermeister noch tragbar ist, der sich - ohne Absprache mit der Unternehmensleitung - als Pressesprecher der AUDI AG betätigt und Unruhe in der ganzen Stadt schürt. ,Schuster bleib bei Deinen Leisten' heißt es nicht zu Unrecht: Wittmann sollte sich einmal fragen, wo seine Stärken liegen. Im Umgang mit anderen im Stadtrat nicht, wie wir wissen - und in der Öffentlichkeitsarbeit für Audi offensichtlich auch nicht."

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