Wirtschaftsförderung und Hochschulen

Eine vorausschauende, weitsichtige und vielschichtige Wirtschaftsförderung und eine ehrliche und transparente Information über die Schulden unserer Stadt

Der Automobilhersteller Audi und die Zulieferindustrie erwirtschaften weit mehr als die Hälfte der gesamten sog. Bruttowertschöpfung. Und auch mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze hängen direkt an der Automobilproduktion.

Dadurch hat die Stadt aber auch eine sehr einseitige Monostruktur. Trotzdem lenkt das Kommunalunternehmen IFG Ingolstadt AöR, die hochverschuldete hundertprozentige städtische Immobilientochter, ca. 75 % aller Investitionen in die Automobilwirtschaft.

Die IFG hat derzeit ca. 419 Mio. € Verbindlichkeiten. Insgesamt beläuft sich das Kreditvolumen der Stadt Ingolstadt derzeit auf ca. 900 Mio. €. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von knapp 7.000 € pro Einwohner. Diese Wahrheit wird in Ingolstadt verschwiegen und stattdessen jongliert die Stadt mit dem Begriff der sogenannten „rentierlichen Schulden“.

Statt Kleinunternehmen aus der Veranstaltungsbranche zu unterstützen, hat die Stadtspitze diesen Unternehmern im letzten Jahr durch eine überflüssige Neuregelung der Plakatierungsvorschriften in der Stadt die Existenzgrundlage entzogen.

Wir fordern, dass die Stadt ihre Bürger über den tatsächlichen Schuldenstand des „Bürgerkonzerns“ informiert und endlich die Karten auf den Tisch legt.

Wir fordern, dass die Stadt ihre Anstrengungen zur Förderung der nicht produzierenden Wirtschaftszweige enorm verstärkt. Damit die Stadt die Chance hat, das Risiko der vorhandenen Monostruktur zu minimieren.

Wir fordern, dass die Themen Wirtschaft und Finanzen in einem Referat zusammengefasst werden, das von einem Wirtschaftsreferenten geführt wird. Dieser Wirtschaftsreferent der Stadt Ingolstadt muss gleichzeitig Vorstand der IFG sein.

Wir fordern, das Liegenschaftswesen vom Wirtschaftsreferat zu trennen und in das Planungs- und Baureferat einzugliedern.

Wir fordern, die als „geheime Kommandosache“ durchgeboxte Plakatierungsregelung wieder abzuschaffen.

Die Weiterentwicklung der Technischen Hochschule Ingolstadt

Die Stadt Ingolstadt kann sich glücklich schätzen, dass nun eine Technische Hochschule auf ihrem Territorium liegt. Somit wird es auch in Zukunft viele junge Menschen geben, die zum Studium in unsere Stadt ziehen und diese kennenlernen.

Wir fordern, dass mit der TH Ingolstadt ein Entwicklungsplan „Hochschule 2050“ erarbeitet wird und darin alle städteplanerischen Aspekte gemeinsam erarbeitet und festgehalten werden.

Wir fordern, dass Wohnen für Studenten in unserer Stadt wieder erschwinglich wird.

Weg vom Bürgerkonzern hin zu Bürgerstadt

Diese Forderung fasst alle Punkte zusammen, die wir in den vielen Punkten zuvor erwähnen. Denn am Ende geht in einer Stadt nur dann alles gut, wenn die Verantwortlichen in dieser Stadt auf ihre Bürger hören und ihre Wünsche und Anregungen berücksichtigen und umsetzen. Wir wollen, dass die Bürger ihre Stadt wieder lieben und sich mit ihr identifizieren.

Die anerkennenswerten Bemühungen der Verwaltungsmitarbeiter sind sinnvoll in politische Arbeit umzusetzen. Wir erwarten von einer politischen Führung unserer Stadt die gebotene Wertschätzung für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und für die Mitarbeiter in den städtischen Unternehmen.

Wenn eine Stadt ihr Handeln und Tun aber auf die Erzielung einer möglichst hohen Rendite ausrichtet, verliert sie ganz schnell ihre Bürger aus dem Blick. Und genau das ist uns in Ingolstadt in den letzten zwölf Jahren passiert.

Wir fordern, die Interessen der Bürger in den Mittelpunkt zu stellen und das bloße Schielen nach den Renditen zu beenden!

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