Verkehr und ÖPNV

Unsere Stadt braucht ein vernünftiges und brauchbares Verkehrskonzept. Sicherlich ist Ingolstadt eine Autostadt – daran gibt es keinen Zweifel. Die Frage aber ist, ob das Auto damit auch die Stadt beherrschen darf. Ingolstadt lebt einerseits von der Automobilindustrie und erstickt andererseits im Autoverkehr.

Im Westen der Stadt existiert kein funktionierendes Ringstraßensystem. Daher ist es dringend erforderlich, alle Alternativen zur Verkehrsminimierung, insbesondere auf den sehr belasteten Hauptverkehrsstraßen, auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Bis eine geeignete Lösung gefunden und entwickelt wurde, ist in jedem Fall eine geeignete Trasse für eine vierte Querung der Donau im Westen der Stadt frei zu halten. Dies muss ein vorrangiges Ziel der städtischen Verkehrsplanung sein. Diese Trasse könnte auch der Verlegung der Bundesstraße 13 aus dem Stadtgebiet dienen.

Fußgänger und Fahrradfahrer sind im gesamten Stadtgebiet als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen. Das Konzept für einen Radverkehrsplan ist zu erneuern, um Ingolstadt fahrradfreundlicher zu gestalten.

Wir fordern, dass schnellstmöglich Maßnahmen ergriffen werden, die täglichen Verkehrsstaus zu vermeiden.

Wir fordern die sofortige Aktualisierung des Lärmminderungsplans für Ingolstadt und die Schaffung geeigneter Lärmschutzvorrichtungen, dort wo es erforderlich ist.

Wir fordern den weiteren Ausbau der Fahrradwege und auch ihre Instandsetzung, die Schaffung ausreichender Fahrrad-, Roller- und Motorradabstellflächen im gesamten Stadtgebiet genauso wie die Schaffung von gefahrlosen Möglichkeiten zur Querung von Straßen durch Brücken und Unterführungen.

Wir fordern, dass schnellstmöglich ein Mobilitäts- und Verkehrskonzept 2025 für das gesamte Stadtgebiet erstellt wird und dieses auch den ruhenden Verkehr einbezieht.

Wir fordern, dass sich die Stadt im Rahmen des Mobilitäts- und Verkehrskonzeptes mit Audi und renommierten Wissenschaftlern zusammensetzt, um in einem von der Stadt gesteuerten Prozess Verkehr in Ingolstadt neu zu denken.

Wir fordern die Einrichtung eines generellen Nachtfahrverbotes für LKWs in reinen Wohngebieten.


Ingolstadt braucht ein attraktives ÖPNV-Konzept im Verbund mit dem Umland


Der ÖPNV in Ingolstadt muss grundlegend neu konzipiert werden.

Die Bedeutung eines funktionierenden ÖPNV wird immer weiter wachsen.

Das bedeutet: Ingolstadt muss in ein gutes öffentliches Verkehrsnetz investieren. Neben der erforderlichen Ergänzung unseres Straßennetzes muss zukunftsweisend in den ÖPNV investiert werden. Ein funktionierendes Liniennetz, attraktive Taktungen und bezahlbare Fahrpreise entlasten uns alle und steigern die Lebensqualität!

Die entstehende Verbindung im Schienennetz der Deutschen Bahn zwischen dem Werk der AUDI AG, dem Nordbahnhof und dem Hauptbahnhof ist um eine weitere vierte Station am südlichen Stadtrand Ingolstadts (Aubürger Straße) zu ergänzen. Diese Schienenverbindung kann in Absprache mit dem Landkreis Pfaffenhofen um eine weitere Station am Bahnhof Baar-Ebenhausen erweitert werden. Auf dieser Strecke kann ein Schnellbahn-Pendelverkehr in kurzen Taktungen eingesetzt werden.

Wir fordern, die Staustufe für den Busverkehr und Fahrradverkehr zu erschließen, so dass eine schnelle Verbindung vom Süden in den Norden möglich ist.

Wir fordern, ein neues INVG-Streckennetz bis zum 1. August 2014 zu entwickeln.

Wir fordern, dass der gesamte ÖPNV in Ingolstadt in einem Pilotversuch ab dem 1. August 2014 bis zum 31. Juli 2015 von allen Fahrgästen kostenlos genutzt werden kann, um die Akzeptanz für den Nahverkehr in unserer Stadt zu erhöhen. Nach dem einjährigen Versuch ist zu prüfen, ob das Angebot beibehalten werden kann, oder ob einheitliche, auf jeden Fall aber deutlich niedrigere Tarife als bisher, angeboten werden sollen.

Wir fordern, die Bemühungen der Stadt um den Aufbau eines Verkehrsverbundes mit den Umlandkreisen und den Umlandgemeinden zu verstärken.

Wir fordern, dass Ingolstadt in ein modernes und intelligentes öffentliches Verkehrsnetz investiert.

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