Dicke Luft in Ingolstadt

Die BGI-Fraktion fordert mehr Messstationen für Abgase und Luftschadstoffe

Die Stadt Ingolstadt verfügt derzeit nur über eine einzige fest installierte Anlage für Abgas- und Luftschadstoffmessungen im gesamten Stadtgebiet – und die befindet sich an einem Standort, der keineswegs repräsentativ für den Rest unserer Stadt ist. Von einer objektiven Beurteilung der Belastung für die Bürger von Ingolstadt kann keine Rede sein.

Die BGI-Fraktion fordert deshalb nicht nur die Verlagerung dieser bereits existierenden Messanlage, sondern darüber hinaus die Installation von drei weiteren stationären Anlagen. „Die Abgas- und Luftschadstoffbelastungen in Stadtteilen nördlich und südlich der Donau sind teilweise völlig unterschiedlich“, erklärt Stadträtin Ulrike Hodek, umweltpolitische Sprecherin der BGI-Fraktion. „Ohne die Einrichtung weiterer Messstationen können wir uns kein genaues Bild über die tatsächliche Gesamtbelastung in Ingolstadt machen.“

Dass die belastet ist, zeigen beispielsweise erhöhte Stickstoff-Werte in der Ingolstädter Zentralkläranlage, die dort in den letzten drei Jahren im Wasser festgestellt werden. Zudem war die Feinstaubbelastung im Jahr 2017 schon an elf Tagen im Stadtgebiet zu hoch – ein weiterer Grund, Klarheit über die Luftqualität zu schaffen. „Es ist aus unserer Sicht daher dringend erforderlich, die Überwachung aller Luft-Schadstoffbelastungen im gesamten Stadtgebiet deutlich zu intensivieren“, fordert Ulrike Hodek.

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