Fastenrede zum Starkbierfest

Wie schon im letzten Jahr hat auch heuer Professor Adam Weishaupt (alias Christian Lange, Vorsitzender der BGI-Fraktion) beim Starkbierfest der BGI seine scharfzüngige Fastenrede zum Thema Sittlichkeit und Wahrheit gehalten: Es git das gesprochene Wort! - Hier ist die Rede zum Nachlesen und Schmunzeln!


Liebe Bürgerinnen und Bürger Ingolstadts,
Liebe Ingolstädter Studentinnen und Studenten,
liebe Freunde der Bürgergemeinschaft!
Liebe Anhänger von Wahrheit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit!

Ingolstadt – die Stadt der hundert Türme hieß es einmal – heute sollte es wohl besser heißen: die Stadt der hundert Häuser oder die Stadt der 100 Flaschen – sucht Euch aus, was damit gemeint ist! Obwohl ... Flaschen gibt es hier in dieser Stadt viele – im Klinikum – im Stadtrat – oder, oder, oder...
Seid mir willkommen, Ihr Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, der Stadt der tausend Flaschen! Seid willkommen Ihr unglücklichen Rätinnen und Räte dieser Stadt, seid willkommen Ihr glücklichen Immobilieneigentümerinnen und –eigentümer aus dieser Stadt! Seid willkommen Ihr noch glücklicheren Chefärzte ... ach lassen wir das!

Ich freue mich, dass Ihr Euch auch heute wieder zu meiner zweiten Vorlesung die Zeit genommen habt und hierher ins ehrenwerte Gasthaus Daniel, Ingolstadts ältestem Gasthaus, gekommen seid. Die diesjährige Vorlesung steht unter der Überschrift „Ingolstadt – oder was davon übrigbleibt, wenn die CSU noch weitere 45 Jahre diese Stadt regieren sollte“. ... Oder? Nein, Entschuldigung: Von Sittlichkeit und Wahrheit will ich heute reden. Ich will mich Euch noch einmal kurz vorstellen: Damit ihr wisst, wer vor euch steht: Mein Name ist Professor Adam Weishaupt, geboren hier zu Ingolstadt am sechsten Tag des zweiten Monats 1748. Nun, ich war als junger Mann allein in dieser schönen Stadt und habe hier studiert und beschäftigte mich besonders mit den Rechtswissenschaften. Ich komme auch dieses Jahr wieder auf Einladung dieser jungen und ehrgeizigen Gruppe hierher: DER BÜRGERGEMEINSCHAFT INGOLSTADT. Eine junge Wählergruppe, die vor einigen Jahren angetreten ist, in dieser Stadt der Freiheit, der Ehrlichkeit und der Aufklärung den Weg zu bereiten. Und wie diese Gruppe angetreten ist – sie fordern Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Verwaltungshandelns, sie fordern eine soziale und menschliche Stadt, sie fordern den Erhalt der Heilig-Geist-Spital-Stiftung und der Kurzzeitpflegeplätze im Heilig-Geist-Spital... und sie fordern mehr Wertschätzung! Wertschätzung! Dass ich nicht lache!

Wer Wertschätzung sucht für sein Streben nach Transparenz und Aufklärung, der wird in dieser Stadt Missachtung und Arroganz finden! Das war sogar schon zu meinen Zeiten so: Statt Wertschätzung zu bekommen, vertrieb mich dieser Kurfürst Karl II. aus „seinem“ Ingolstadt, „seinem“ Bayern und ich musste erst nach Regensburg fliehen. Ausgerechnet Regensburg! Werden doch Parallelen zwischen Regensburg und Ingolstadt gerade in jüngster Zeit von manchen gezogen. Erst kürzlich nannte der Oberbürgermeister von Landshut – ein Liberaler – Ingolstadt „Klein-Regenburg“! Regensburg liegt ja bekanntlich auch an der Donau. Flußabwärts – also alles, was wir hier in Ingolstadt in die Donau werfen, kommt irgendwann in Regensburg an. Umgekehrt geht das nicht. Einerseits beruhigend, weil ja so diese ganzen Korruptionsvorwürfe aus Regensburg nie nach Ingolstadt schwappen können. Schade andererseits, weil auch die guten Ideen nicht flussaufwärts schwimmen werden. Da wird doch die Stadt Regensburg in Zukunft mit einer Organisation namens „Transparency International“ zusammenarbeiten, um die eigenen Antikorruptionsbemühungen mit Experten voranzutreiben. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen! Respekt! Das hat sich in Ingolstadt schon lange keiner mehr getraut! Oder Moment mal? Es gab doch einen Antrag dieser Bürgergemeinschaft, dass die Stadt Ingolstadt eine
Mitgliedschaft bei Transparency beantragen solle! Stimmt! Das war im April des letzten Jahres – eine echte Sternstunde der Stadtratsarbeit in dieser Stadt! Mann o Mann! Die BGI-ler im Stadtrat haben sich da aber richtig einen „eingefangen“.

„Menschliche Sauerei“ tönte die Staatsministerin a.D. im Stadtrat – Ihr wisst schon, die Frau Haderthauer von der CSU – sie glaubte in der Begründung zu diesem BGI-Antrag eine menschliche Sauerei entdeckt zu haben. Ausgerechnet, die Frau ... die Frau Sauberfrau aus Ingolstadt – sie trägt jetzt immer reingewaschene weiße Westen ohne Reifenspuren. Modellautos hinterlassen manchmal so hässliche Spuren auf Westen, dass selbst die Clementine von Ariel oder der weiße Riese kapitulieren müssen. Und dann auch noch der Alt-OB Dr. Alfred Lehmann, der witterte gar einen „Rufmord“ und es trieb ihm die Zornesröte ins Gesicht, als er über die Begründung gestolpert war. Gestolpert ist er dann noch einmal im November, das war aber dann auch sein letzter Stolperer im Stadtrat. Diese Transparenz-Debatte war ein Paradebeispiel für gelungene Eigentore – die ja bekanntlich nicht nur in den diversen Ballspielarten vorkommen. Überhaupt geht es hier in IN gerade rund um die Themen Transparenz und Compliance. Transparenz und Compliance oder nach Ingolstädter Lesart Espressotasse und Schnapslager: Den Stadträten hat die Stadtverwaltung im Dezember das übliche Geschenk nicht mehr gemacht – aus Compliancegründen! Jetzt wurde allen Rätinnen und Räten angeboten, die bereits hergestellte Tasse für 47,92 € (inklusive künstlerischem Anteil!) zu erwerben. Da sie dann doch keiner haben wollte, liegen die Tassen jetzt im Keller des Alten Rathauses. Apropos Keller: Angeblich soll sich im Keller des Klinikums ein Schnapslager mit vielen edlen Tropfen und anderen Werbegeschenken befinden. Ob das was zu tun hat mit der Häufung der Fehlalarme der Brandmeldeanlage im Klinikum (2016 waren es um die 40)? Die Feuerwehrler unserer Stadt wissen vielleicht sogar, wo dieses ominöse Lager im
Klinikum ist (fragen wir sie doch mal) – laut Geschäftsführung ist das alles ein frommer Wunsch vieler Patienten, Chefärzte und anderer Menschen und es handelt sich bei diesem Lager um eine Fatamorgana.

Der jetzige Oberbürgermeister – manche nennen ihn ja bekanntlich den „Rathaus-Napoleon“ – musste sich in dieser Debatte schützend vor oder hinter die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung stellen, wie er betonte. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob viele der genannten Mitarbeiter das wollen – also dass der OB hinter ihnen steht. Da würde sich wohl doch der eine oder andere ziemlich unwohl fühlen, wenn permanent der OB hinter ihm stünde. Schließlich ist Euer OB nicht dafür bekannt, dass er zimperlich mit Verwaltungsangestellten umgeht: Wen hat dieser OB nicht alles schon auf dem Gewissen. Erst versetzte er den Tiefbaureferenten zur IFG und holt dafür den Herrn der Ringe ... besser: den Herrn Ring ... als Referent nach Ingolstadt. Zu bekommen war dieser Meister der Intransparenz mit seiner „Ich-lasse-mir-alles-aus-der-Nase-ziehen“-Mentalität natürlich nur über ein renommiertes Personalvermittlungsunternehmen (auch Headhunter) genannt. Dazu kommen wir später nochmal! Zurück zum OB: Als nächstes löste er das Kulturamt auf und gründete für seinen Freund „Tobi“ eine gemeine Gesellschaft ... nein, Entschuldigung, eine gemeinnützige Gesellschaft: die gemeinnützige Veranstaltungs-GmbH von Ingolstadt. Als nächstes war das Hochbauamt dran – der Amtsleiter hat sich beurlauben lassen – und der OB hat ganz schnell eine neue Gesellschaft gegründet: die Arbor GmbH & Co. KG. NEIN! Das stimmt nicht, vor lauter Gesellschaften verliert man in Ingolstadt ja langsam den Überblick – davon kann der gesamte Aufsichtsrat des Klinikums ein Lied singen. Der OB gründete natürlich eine Gesellschaft namens Ingolstädter Kommunalbauten GmbH – kurz: INKoBau.

Dort werden jetzt die Hochbaumaßnahmen Georgianum, Sanierung des Stadttheaters und der Kavalier Dalwigk (wichtig: mit einem „L“, natürlich – dieses
Herr Schönhuber) bearbeitet. Denn dieses Dalwigk kommt nicht von drall oder prall und schon gar nicht von Knall, sondern es handelt sich hier um einen ehrwürdigen Familiennamen! Dalwigk (auch Dalwig) ist ein zum hessisch-waldeckschen Uradel gehörendes Geschlecht, von dem eine Linie in den Freiherrstand erhoben wurde und das mit den Brüdern Bernhardus 1227 († 1268) und Elgar de Dalewich (Dalwich) 1232 († 1253) erstmals urkundlich erwähnt ist. Teile der Familie sind noch heute Mitglied der Althessischen Ritterschaft. Zurück zur INKoBau: Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen demnächst auch das Alte Rathaus und das Neue Schloss in dieser Gesellschaft bearbeitet werden. Der OB will im Alten Rathaus ein Luxus-Spa-and-Wellness-Center für gelangweilte Kongressbesucher und deren Angehörige einrichten: Massagen im OB-Büro, Fußpflege im Hauptamt und Gesichtsmasken im Presseamt. Im Büro des Finanzbürgermeisters wird ... ich habe gerade keine gute Idee, was dort untergebracht werden könnte. Vermutlich die Sauna – oder noch besser: ein Schlammbad. Über der Tür wird dann ein Schild hängen: Soldaten benutzen das Schlammbad in Uniform! Drunter steht: BGI-Mitglieder benutzen diese Badeanstalt auf eigene Gefahr! Im Büro des Personalreferenten findet man die Abteilung für Cellulitebehandlung und im Büro des 3. Bürgermeisters ist die Station für die Haarentfernung untergebracht – dort wird unterschieden nach Männlein und Weiblein, so dass die Männer rechts zum Beteiligungsmanagement gehen müssen und die Frauen links in das ehemalige Büro des 3. Bürgermeisters. Angeblich soll es auch eine Methode zur Entfernung von Haaren auf dem Gebiss geben – diesen Raum wollen sie schon mal einrichten, falls sich Mitglieder der BGI-Fraktion doch einmal ins neue Rathaus-Spa verlaufen sollten
– bekanntlich haben die größtenteils ja Haare auf den Zähnen.

Nun aber zurück zum Thema Immobilien – Thema InKoBau: Mit dem Kauf des Neuen Schlosses gibt es noch Probleme, da sich der Freistaat Bayern gegen die
Übernahme durch die InkoBau noch sträubt. Angeblich hat der Bay. Ministerpräsident die Sorge, dass das Schloss am Ende durch diese städtische
Gesellschaft auch noch abgerissen werden könnte (der Springl hat vom OB angeblich schon den Auftrag, einen entsprechenden Antrag zu formulieren). Seit
einiger Zeit denkt die Stadtspitze nämlich über einen neuen Standort für das Rathaus nach. Da käme eine Baulücke zwischen dem 30 Meter hohen Bühnenturm der Kammerspiele und dem noch höheren Kongresshotel gerade richtig. Außerdem könnte dann das Rathaus als zukunftsweisendes, weil alternativloses Projekt als Hochhaus an diesem Standort verwirklicht werden. Ihr wisst schon, liebe Ingolstädterinnen und Ingolstädter, dass das gar nicht so
einfach ist mit den Immobilien. Kaum einer weiß, wem sie gehören, kaum einer weiß, wer sie kaufen will und noch weniger wissen, wer sie am Ende gekauft hat und wem sie jetzt gehören. Das ist auch gut so – muss ja nicht jeder wissen, dass ich Eigentümer eines Grundstücks in Neuburg bin – natürlich nur zur Altersvorsorge. Angelegt in einem geschlossenen Immobilienfond! Der ist so geschlossen, dass nur ich Zutritt habe zu diesem Fonds und auch nur ich weiß, dass ich der einzige Anteilseigner bin. Quasi also ein Immobilienfonds nur für mich. Und das ist meine Privatangelegenheit – und wenn einer von Euch dazu nachher blöde Fragen stellen will, dann kann ich ihm jetzt schon zurufen: Wagt es nur mich zu fragen, dann bekommst Ihr sogar eine Antwort, die sich gewaschen hat. Aber nicht etwa ich selbst antworte, sondern ich bringe dann gleich noch drei junge Rechtsanwältinnen mit, die diese Fragen an meiner statt kompetent und offen beantworten werden! Also hochwohlgeborene Mannsbilder hier im Raum, überlegt Euch schon mal Eure Fragen! Überhaupt wird das Thema Fragen in Ingolstadt derzeit ganz schön strapaziert. Ganze Fragenkataloge geistern durch die Stadt und jeder will plötzlich Antworten haben auf Fragen, die jahrzehntelang niemanden interessiert haben. Und ich hörte sogar schon einen Rat dieser Oppositionsfraktionen entsetzt und erschrocken den
Ausruf machen: „Das war’s jetzt – unsere Fragenkataloge haben nichts gebracht, weil die Stadtspitze uns ja geantwortet hat. Alles vergebens!“ Ja Himmerlherrgottsakrament, was soll das denn? Erst Fragen formulieren und diese stellen und dann erschrecken, wenn sie beantwortet werden. Wozu stelle ich denn sonst Fragen! Jetzt wissen die Rätinnen und Räte immerhin, was die Stadtspitze ihnen erzählen will und darf. Und bitte alle nicht vergessen: Fragen ist eine der grundlegenden Pflichten jeder parlamentarischen Kontrolle und das gleiche gilt auch in kommunalen Räten: Es muss gefragt werden, um zu wissen was die Stadtspitze macht. Ohne Fragen stellen zu können und auch zu wollen, darf ich nicht Stadtrat sein wollen!

Und noch einmal zu dieser Organisation namens Transparency International: Sie fordert Rotation in den öffentlichen Verwaltungen: Wer in dieser Stadtverwaltung könnte ab sofort einen neuen Job machen? Da fallen mir viele Versetzungsmöglichkeiten ein:

  1. Alexander Ring wird Beauftragter für Transparenz.
  2. Gabriel Engert übernimmt die Rolle eines Erzengels in verschiedenen assionsspielen und wird dafür von seinem Amt als Kulturreferent (machte er eigentlich noch Kultur????) freigestellt.
  3. Bürgermeister Wittmann wird Beauftragter für Fairness und Wertschätzung – und vor allen Dingen für: ... Fakten – alternative Fakten!!!
  4. Und der ehemalige OB Alfred Lehmann ist ja nicht mehr in der Verwaltung – er könnte doch jetzt das Amt des unabhängigen und externen Ombudsmannes und Korruptionsbeauftragten übernehmen – für anonyme Hinweisgeber als Ansprechpartner quasi eine völlig neue Perspektive.

Aber – Stopp!
Diese Umorganisation hat ja Euer Oberbürgermeister schon für den Sommer dieses Jahrs angekündigt. Lassen wir uns also von ihm überraschen. Wir wissen nur so viel zurzeit, dass der Finanzbürgermeister amtsmüde ist und einen neuen Finanzreferenten an die Seite gestellt bekommt. Dieser soll sich dann hauptverantwortlich um die Finanzen der Stadt kümmern – unter dem Bürgermeister. Und der 3. Bürgermeister soll bald ein hauptamtlicher Bürgermeister werden – die wollen doch nicht etwa den Sepp Mißlbeck ins Altenteil versetzen???? Alles im Wandel – keiner weiß, wo es hingeht – keiner weiß, was kommt. Aber alle sind eifrig beim Verändern. Es gibt nur eine Konstante in dieser Stadt seit drei Jahren: Euer Vorsitzender, dieser LANGE, ist und bleibt der beliebteste Stadtrat bei den Fraktionen von CSU und FW!

Was man so in den Zeitungen über diesen Menschen liest – eijeijei.
• Lange ist für sie der Brunnenvergifter
• Lange ist der geistige Führer der apokalyptischen Reiter (und damit gottgleich???)
• Lange ist ein gefährlicher Rat, der einem vorne rum lächelnd hinten rum das Messer in den Rücken rammt
• Lange hat eine „kotzbrockige“ Art zu argumentieren (so ein hohes Tier aus der Verwaltung laut DK – vermutlich war es der Wittmann)
• Lange ist so schlimm, dass sich ein CSU-Stadtrat nicht mehr wohl fühlt, wenn er im Raum ist.

Den „geistigen Führer der apokalyptischen Reiter“ hat angeblich ein ehemaliger Stadtrat und MdL, der sich jetzt nebenbei wohl sein Geld als Ghostwriter verdient, dem Lange angeschrieben. Immobilienberater soll dieser Ex-MdL und Ex-Stadtrat angeblich auch sein – zusammen im gleichen Unternehmen mit Eurem Alt-OB – so die Gerüchte! Obwohl das doch nichts bringt!

Immobilienunternehmer der Region behaupten inzwischen alle: Des bringt überhaupt nichts, wenn der Alt-OB ein Berater ist:
• Keine Grundstücke bekommt man
• keine Verträge bekommt man
• keine Baugenehmigungen bekommt man und
• gar keine Baugenehmigungen mit großzügigen Befreiungen vom B-Plan bekommt man.

Gut, beim letzten Punkt gab es eine bekannte Ausnahme: Eie Baugenehmigung fürs Kongresshotel wird jetzt auch ohne den Stadtrat erteilt (wegen der Fragen, die da kommen könnten) – da bekommt dieser Investor aus Neuburg (Aha ... schon wieder Neuburg!) viele Ausnahmen und Befreiungen vom B-Plan. Der wird als vermutlich mehr Befreiungen vom Bebauungsplan und Sondergenehmigungen erhalten als er noch Auflagen und Vorschriften einhalten muss. Der Alfred Lehmann wollte eben dieses Kongresszentrum unbedingt dorthin haben und jetzt so kurz vor dem Ziel ...
WIR SCHAFFEN DAS!!!
Die CSU-Fraktion hat sich nur von einem Ziel getrennt: Das Kongresszentrum soll nun nicht mehr „Lehmanns Betonpalast“ heißen, sondern es wird gemunkelt, dass genau über dem Eingang in großen Lettern stehen wird: „KCDT – Kongresszentrum für Demokratie und Transparenz“. Darunter wird stehen in kleineren Buchstaben: „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt“. Irgendwie kommt mir das bekannt vor ... Apropos CSU: Erst gestern hat ja der Guttenberg, Sie wissen schon, der adlige Franke der CSU, der bei denen immer noch als Messias gehandelt wird (gut außer beim Markus Söder: Der sieht das etwas differenzierter). Also Karl Theodor zu Guttenberg stand gestern vor einem niederbayerischen Schlosshotel, unrasiert und mit offenem Hemd lässig an Horst Seehofers Staatskarosse gelehnt, als Seehofer meinte, dass die Familie Guttenberg brauche. Familie = CSU? So was sagen die auch immer zur Starkbierzeit ... Mich erinnert das an einen anderen Dialog zwischen dem Paten und Luigi: „Luigi“ – Ja Chefe, was kann iche tuen für Familie?“ „Luigi, hast
Du genügend Munition ...“ Nochmals zurück ganz kurz zu dem Vorsitzenden der BGI: Lange will doch nur Wahrheit und Sittlichkeit in diesem Rat wieder auf die Füße helfen. Beide liegen seit vielen Jahren geschwächt und ermattet auf dem Boden des städtischen Sitzungssaales und warten – wie Dornröschen – darauf, dass sie wieder Leben eingehaucht bekommen.

Der Wahrheit ein Dorn im Auge sind die Fake-News der Verwaltung – es trompetet und trumpelt gehörig im Rathaus zurzeit. Der Finanzbürgermeister ist dabei der Ingolstädter Fakten-Beauftragte – erst kürzlich hat er mit zwei Referenten die Alternativen Fakten bei der Unterbringung von Asylbewerbern in dieser Stadt in einer halbstündigen Pressekonferenz dargestellt. Großes Kompliment an Georg Niedermeier, der sich diesen alternativen Fakten weiterhin entgegenstellt. Überhaupt sind Fake-News in Ingolstadt inzwischen so weit verbreitet, wie die vielen anonymen Briefe, die durch die Stadt geistern.
Kürzlich landete wieder so ein anonymer Brief im Briefkasten eines manchen – ich will ihn Euch nicht vorenthalten:

Ohje ohje, Du armes Ingolstadt ...
Diese CSU-Generation macht Dich noch platt.
Nur noch Beton und Stahl in Dir
Und das in Klötzchenform – führwahr keine echte Zier!
Und auch die Freien Wähler
Benehmen sich eher wie ein paar Penäler
Raufen und schimpfen sich durch den Rat
Pöbeln und Eifern in noch nie dagewesener Art
Da graut’s sogar der Bavaria im fernen München
Und sie schickt den Horst aus Gerolfing zu seinen Söhnchen
Doch die, die schert das nicht
Und wie’s weiter geht mit der Geschicht
Das weiß ich heut noch nicht
Im nächsten Jahr werd’ ich’s wohl erzählen können
Wenn, ja wenn nicht die Donau sich Ingolstadt genommen hat
Und eure schöne Stadt bis nach Regensburg verfrachtet hat
Das habt Ihr dann davon
Wenn dem Horst seine Söhnchen nicht hören auf seinen warnenden Ton!

Ich danke für Eure Aufmerksamkeit und wünsche noch viel Spaß heute Abend mit unserer wunderbaren Musik von Schutzblech. Und seit gespannt, was Euch eine bis in die Stadt bekannte und auch gefürchtete Gerolfingerin in ein paar Minuten noch alles zu sagen hat – sie ist heute sozusagen die Mutter der Moral und der Komplianze. Wahrheit und Sittlichkeit freuen sich auf diese Verstärkung!

Euer stets offener und nach besten Kräften erhellender
Adam Weishaupt!

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